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  Allgmeine Informationen über Ägypten  
 

Einreisevorschriften

Für Schweizerbürger wird ein Visum benötigt. Das Visum erhalten Sie von Ihrer Reiseleitung vor Ort. Notwendig sind: der bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültige Reisepass sowie Rück- oder Weiterreisetickets.

 

Lage

ägypten liegt im Nordosten Afrikas zwischen dem 22. und 32. Grad nördlicher Breite. Es grenzt im Osten an das Rote Meer und Israel, im Norden ans Mittelmeer, im Westen an Libyen und im Süden an den Sudan.
Fläche: 1.002.000 km².
Verwaltungsstruktur: 27 Verwaltungsbezirke.

 

Zeitdifferenz

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde
In ägypten ist von Anfang Mai bis Ende September ebenfalls Sommerzeit. Daher beträgt der Zeitunterschied während dieses Zeitraums europäische Sommerzeit +1 Stunde. An den wenigen Tagen, an denen bei uns bereits/noch die europäische Sommerzeit gilt, in ägypten aber noch Normalzeit ist, besteht kein Zeitunterschied.

 

Klima

ägypten hat teils subtropisches, teils Wüstenklima. Der nördliche Teil des Landes hat ausgesprochenes Mittelmeerklima. Nur in dieser Gegend gibt es so etwas wie Jahreszeiten. Der Süden des Landes hat zwei Jahreszeiten, eine relativ kühle, in der lediglich um die Mittagszeit hohe Temperaturen gemessen werden, und eine heiße Jahreszeit. In den Wüstengebieten bestehen große Unterschiede zwischen den gemessenen Tages- und Nachttemperaturen.
Die angenehmste Jahreszeit sind die Monate von Oktober bis April, speziell die Monate von Dezember bis Februar. Die Mittagstemperaturen liegen dann selten über 25°C, und die Nächte sind mit Temperaturen um die 10°C kühl. Ab Ende April wird es jedoch heiß. Zu dieser Zeit werden in Kairo im Allgemeinen Tagestemperaturen von über 35°C gemessen. Temperaturen von 40-45°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind dann keine Seltenheit. Ab Luxor und weiter südlich sowie in den Wüstengebieten liegen die Temperaturen zu dieser Zeit bei 40°C, an der Mittelmeerküste bei 30-35°C. Die Nachttemperaturen liegen von Ende April bis September selten unter 20°C. Die Luftfeuchtigkeit ist mäßig.
In Kairo üblicherweise gemessene Temperaturen: Der kälteste Monat ist der Januar. Zu dieser Zeit werden morgens ca. 9°C, mittags ca. 19°C gemessen. Der heißeste Monat ist der Juli, in dem die Temperaturen morgens bei etwa 22°C und mittags bei rund 35°C (im Schatten!) liegen.
In Assuan gemessene Temperaturen: Januar ca. 8°C bzw. ca. 23,8°C; Juli ca. 24,5°C bzw. ca. 41°C.

 

Bevölkerung

Bevölkerung: Ca. 74 Millionen.
Städte: Kairo (Hauptstadt) einschließlich Giza ca. 13 Millionen, Alexandria ca. 3,7 Millionen, Port Said ca. 472.000, Suez ca. 418.000, Al-Mahalla al-Kubra ca. 395.000, Tanta ca. 371.000, Al-Mansura ca. 370.000, Assiut ca. 343.000, Luxor ca. 361.000.

 

Sprache

Die Staatssprache ägyptens ist Arabisch. Als Korrespondenzsprache im Verkehr mit dem Ausland wird Englisch gesprochen.

 

Religion

Die Staatsreligion ägyptens ist der Islam, der das tägliche Leben in ägypten bestimmt. über 90 Prozent der ägypter sind Moslems, Christen kommen auf knapp 6 Prozent.

 

Feiertage

7. Januar (Koptisches Weihnachtsfest), 25. April (Sinai-Befreiungstag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 18. Juni (Tag der Evakuierung), 23. Juli (Tag der Revolution), 6. Oktober (Tag der Streitkräfte), 24. Oktober (Suez-Tag), 23. Dezember (Tag des Sieges).
Islamische Feiertage verschieben sich von Jahr zu Jahr; Mohammeds Geburtstag, Fastenbrechen am Ende des Ramadan, Opferfest (Fest des Abraham), Neujahr 1431 nach islamischer Zeitrechnung.
Dazu kommen verschiedene variable Feiertage christlicher Kirchen (koptisch und orthodox).
Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.
Fällt ein offizieller Feiertag auf einen Freitag, wird am nachfolgenden Werktag nicht gearbeitet. Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag. Für Behörden gilt die Sechstagewoche; Privatfirmen und Firmen des öffentlichen Sektors können das Wochenende selbst bestimmen (bisher Freitag/Samstag oder Freitag/Sonntag).
Die Hauptferienzeit geht von Juli bis August. In dieser Zeit ist mit eingeschränkter Geschäftstätigkeit zu rechnen.

 

öffnungszeiten

Banken: So bis Do 8.30-14 Uhr;
Geschäfte: Sa bis Do 10-21 Uhr; Geschäfte sind nicht an öffnungszeiten gebunden;
Post: Sa/So bis Do 9-14 Uhr;
Büros: Sa bis Do 9-14 Uhr für Behörden; private und sonstige Firmen haben auch am Samstag oder Sonntag geschlossen.

 

Währung

Währungseinheit: ägyptisches Pfund (ägypt£)

1 ägyptisches Pfund = 100 Piaster (PT) = 1000 Millemes.
 

Netzspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz
Oft kommt es zu starken Stromschwankungen. In ägypten werden zweipolige Rundstecker verwendet. Für andere Stecker ist ein Adapter erforderlich.

 

Telefon

Die Landesvorwahl nach ägypten ist 0020.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 122, Touristenpolizei 126, Unfallrettung 123, Feuerwehr 180.

 

Geschichte/Politik

Während im Paläolithikum die heutige Wüste ägyptens fruchtbar und bewohnt war, wurde später die Bevölkerung auf Grund klimatischer Veränderungen dazu gezwungen, nahe des Nils zu siedeln. Zu dieser Zeit begann die eindrucksvolle Geschichte ägyptens. König Menes gilt als Reichsgründer von Ober- und Unterägypten. Die erste Hauptstadt dieses Reiches war Memphis. Bei Saqqara wurde eine monumentale Grabanlage errichtet. Im Süden war Abydos religiöses und politisches Zentrum. Zu dieser Zeit wurde die ägyptische Schrift ausgebildet.
Im Alten Reich (ca. 2.640-2.200 v. Chr.) wurde die erste Pyramide gebaut, die Stufenpyramide von Djoser bei Saqqara. Die Zeit in der die architektonischen Meisterleistungen der ägypter entstanden, begann. Der tyrannische Herrscher Cheops ließ im heutigen Stadtbezirk von Kairo Giza eine 146 m hohe Pyramide errichten. Daneben entstanden weitere Pyramiden und die Sphinx. Obelisken entstanden in der fünften Dynastie als Sonnenheiligtümer. Um 2.160 v. Chr. zerbrach das Reich wieder in Ober- und Unterägypten.
Im Mittleren Reich (ca. 2.040-1.650 v.Chr.) führte Mentuhotep die Länder Ober- und Unteräygpten wieder zusammen. Eine wirtschaftliche Blütezeit begann. Es wurden wieder Handelsexpeditionen nach Punt (vermutlich das heute Somalia) geschickt. Die Reichsgrenzen wurden erweitert und gesichert (Sinai, Nubien). Im 19. und 18. Jahrhundert v. Chr. erlebte ägypten einen blühenden Handel, eine große politische Stabilität und religiöse Weiterentwicklung. Mitte des 17. Jahrhunderts v. Chr. brachen in einen dann durch rasche Herrscherwechsel geschwächten und zerrissenen Staat fremde Völker ein. Die Hyksos regierten ägypten als "Fremdländer", bis sie im 15. Jahrhundert zurückgetrieben wurden.
Mit der Gründung des Neuen Reichs (ca. 1.551-1.070 v. Chr.) begann von neuem eine für ägypten kulturell und künstlerisch große Epoche. Während der Regentschaft von Herrschern wie Amenophis I und Thutmosis I wurden wissenschaftliche und künstlerische Besonderheiten geschaffen. Zu dieser Zeit entstand auch das Tal der Könige als neue Begräbnisstätte westlich von Theben. Mangels anderer Nachfolger regierte die Königin Hatchepsut über zwei Jahrzehnte. An ihrem Totentempel ist eindrucksvoll eine weitere Expedition in das Weihrauchland Punt beschrieben. Unter ihren Nachfolgern drangen die ägypter in den asiatischen Raum ein und überschritten den Euphrat. Im Anschluss wurden mit diplomatischem Geschick Heiraten arrangiert; unter Amenophis III herrschte unbeschreiblicher Reichtum. Es wurden viele Großbauten errichtet. Amenophis IV, der spätere "Echnaton", führte den Monotheismus ein und veränderte die künstlerische Darstellung durch Einführung des Realismus. Doch schon bald wurde die vielfältige Götterwelt wieder eingeführt. Unter dem Feldherr und späteren Pharao Haremhab wurde die korrupte Verwaltung reformiert. Später errichtete Pharao Ramses II unzählige Baudenkmäler, wie den kolossalen Tempel von Abu Simbel. Nach der berühmten Hethitherschlacht, in der das ägyptische Heer fast unterging, versöhnten sich die Völker. In der folgenden Zeit wurde ägypten vor allem durch immer neue Angriffe fremder Völker erschüttert, sodass das ägyptische Reich im elften und zehnten Jahrhundert langsam verblasste.
In der Spätzeit (ca. 600 -332 v. Chr.) wurde ägypten zunächst von den Persern, dann von den Ptolomäern unter Alexander dem Großen beherrscht (Griechische Zeit). In dieser Zeit wurde auch Alexandria gegründet.
Anschließend fiel ägypten an die Römer, die von etwa 30 v. Chr. bis circa 395 n. Chr. in ägypten herrschten. Mit dem Einzug des Christentums in Rom wurde auch ägypten christianisiert, und Alexandria wurde zu einer Bischofsstadt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches gehörte ägypten zum Ostreich Byzanz. Zu dieser Zeit wurde das Land stark ausgebeutet. In der Folgezeit regierten Kalifen, Mamelucken und die Osmanen das Land. Aber auch Napoleon und der Albaner Muhammad Ali hatten eine gewisse Zeit die Macht in ägypten inne.
Im 19. Jahrhundert n. Chr. wurde der Suezkanal fertig gestellt, der zu der bedeutendsten Wasserstraße der Region wurde. Der finanzielle Untergang ägyptens führte zu einem enormen britischen Einfluss.
1953 wurde ägypten eine Republik unter den Präsidenten Abd el Nassr und Sadat. Zunächst mit sowjetischen Aufbaumitteln unterstützt, näherte sich Sadat jedoch bald dem Westen. Im Sechstagekrieg zwischen ägypten und Israel wurde zunächst der gesamte Sinai von Israel annektiert. Mit den Friedensverträgen von 1977 und 1979, in denen der Sinai an ägypten zurückgegeben wurde, näherten sich Israel und ägypten wieder an. Dafür distanzierten sich aber die anderen arabischen Staaten von ägypten. Das Land spielt nach wie vor eine große Rolle bei den Nahost-Friedensbemühungen.

 
   

 
 
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