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Einreisevorschriften
Visum erforderlich, notwendig ist dazu u.a. der mind. 6 Monate (bei Geschäftsreisen mind. 12 Monate) gültige Reisepass. Wegen Antragsdauer und sonstiger Einzelheiten bitte Kontakt mit dem zuständigen Konsulat aufnehmen.
Lage
Die Indische Bundesrepublik liegt in Asien auf dem Indischen Subkontinent. Das Land grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an die Volksrepublik China und Nepal. Im Osten umschließt die Indische Bundesrepublik Bangladesch und grenzt dann an Myanmar und den Golf von Bengalen, im Süden an den Golf von Manar und im Westen an das Arabische Meer. Fläche: 3.287.263 km² mit Kaschmir und Sikkim. Verwaltungsstruktur: 28 States (Bundesstaaten) und 6 Union Territories, National Capital Territory Delhi.
Zeitdifferenz
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +4 1/2 Stunden (während der europäischen Sommerzeit +3 1/2 Stunden).
Klima
In der Zeit von Mitte April bis Mitte Juni werden üblicherweise die höchsten Temperaturen gemessen. In Nord- und Zentralindien herrscht subtropisches Kontinentalklima mit starken Temperaturschwankungen. Die Regenzeit geht von Juni bis September. An die Monsunzeit schließt sich dann nochmals eine kurze Hitzeperiode an (meist in den Monaten September und Oktober). Im Binnenland (Delhi, Agra, Hyderabad) herrscht während der heißen Jahreszeit eine trockene Hitze. In Südindien herrscht tropisches Klima. In der heißen Zeit von April bis Juni herrscht eine trockene Hitze. In Südost-Indien ist die Regenzeit von Mitte Oktober bis Ende November. Entlang der Küste sind die heißen Monate mit hoher Luftfeuchtigkeit verbunden. Die großen Niederschlagsmengen, besonders entlang der Küste, verbunden mit häufigen überschwemmungen, machen die Monsunzeit von Anfang Juni bis September/Oktober für Reisen nach und in Indien nur bedingt geeignet. In den Hochlagen gibt es kaum monsunbedingte Probleme. Die Luftverschmutzung in Delhi ist sehr hoch (Delhi zählt zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung aller Großstädte der Welt). Aus diesem Grund kann ein Aufenthalt in Delhi für Menschen mit Atmungs- und Kreislaufproblemen sehr ungünstig sein.
Bevölkerung
Bevölkerung: ca. 1,095 Milliarden (Schätzung 2006). Städte: New Delhi (Hauptstadt) ca. 302.400 (Agglomeration Groß-Delhi ca. 12,8 Millionen), Mumbai (Bombay) ca. 11,9 Millionen (Agglomeration ca. 18,8 Millionen), Delhi ca. 9,88 Millionen, Kolkata (Calcutta) ca. 4,6 Millionen (Agglomeration ca. 14,9 Millionen), Bangalore ca. 4,3 Millionen (Aggl. ca. 6,6 Millionen), Chennai (Madras) ca. 4,2 Millionen (Agglomeration ca. 7,3 Millionen), Hyderabad ca. 3,5 Millionen (Aggl. ca. 6,3 Millionen), Ahmedabad ca. 3,5 Millionen (Aggl. ca. 5,2 Millionen), Kanpur ca. 2,5 Millionen (Aggl. ca. 3 Millionen), Poona (Pune) ca. 2,5 Millionen (Aggl. ca. 4,25 Millionen), Surat ca. 2,4 Millionen, Jaipur ca. 2,3 Millionen, Lucknow (Lakhnau) ca. 2,2 Millionen, Nagpur ca. 2 Millionen, Indore ca. 1,6 Millionen, Kochi ca. 1,5 Millionen, Visakhpatnam ca. 1,5 Millionen. Weitere Städte über 1 Million Einwohner: Agra, Allahabad, Amritsar, Asansol, Bhilao, Bhopai, Chandigarh, Coimbatore (Agglomeration), Dhanbad, Faridabad, Haora, Jabalpur, Jamshedpur, Ludhiana, Madurai, Meerut, Nashik, Patna, Pimpri-Chinchwad, Rajkot, Shambajinagar (Aurangabad), Solapur, Thana, Vadodara (Baroda), Varanasi (Benares), Vijayawada.
Sprache
Die Nationalsprache ist Hindi. Es gibt noch circa 17 weitere Sprachen sowie die Amtssprache Englisch.
Religion
Etwa 85 Prozent der indischen Bevölkerung sind Hinduisten. Daneben sind ungefähr 11 Prozent Muslime. Weitere in Indien vertretene Glaubensrichtungen sind der Jainisismus, der Buddhismus, der Sikhismus (Mischung aus Islam und Hinduismus), der Zoroastrismus und ca. 3 % Christen.
Feiertage
1. Januar (Neujahr), 26. Januar (Tag der Republik), 11. März (Holi, Ffest der Farben), 3. April (Ram Navmi), 7. April (Mahavir Jayanti), Karfreitag, Ostermontag, 9. Mai (Buddha Purnima), Pfingstmontag, 14. August (Janamashtami), 15. August (Unabhängigkeitstag), 28. September (Dussehra), 2. Oktober (Mahatma Gandhis Geburtstag), 17. Oktober (Diwali), 2. November (Geburtstag des Guru Nanak), 25. Dezember (Weihnachten). Die genannten hinduistischen Feiertage verschieben sich von Jahr zu Jahr, da sie nach dem Mondkalender begangen werden. Außerdem gibt es noch islamische Feiertage, die sich nach dem islamischen Mondkalender richten und somit ebenfalls jährlich auf ein anderes Datum fallen. Islamische Feiertage 2009 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!): 10. März (Mohammeds Geburtstag), 21. September (Fastenbrechen am Ende des Ramadan, der im Jahr 2009 am 22. August beginnt), 21. November (Opferfest), 28. Dezember (Neujahr 1431 nach islamischer Zeitrechnung). Darüber hinaus gibt es in den einzelnen indischen Bundesstaaten noch weitere Feiertage. Viele Feiertage werden mit beeindruckenden Festen gefeiert. Vor einer Reise lohnt sich die Information beim Fremdenverkehrsamt, siehe Abschnitt "Auskunftsstellen". Die Hauptferienzeit geht von Mitte Mai bis Mitte Juli. Während dieser Zeit werden auch kaum Geschäftsreisen vorgenommen.
öffnungszeiten
Banken: Mo bis Fr 10/11-14/15 Uhr (Abweichungen sind möglich), teilweise auch Sa 10/11-12/13 Uhr; Büros: Mo bis Fr 9.30-17 Uhr, Sa 9.30-13 Uhr; Regierungsstellen: im Allgemeinen Mo bis Fr 10-17 Uhr (Die Mittagspause wird zu unterschiedlichen Zeiten gemacht; mindestens aber von 13-14 Uhr); Geschäfte: Mo bis Sa ca. 9.30-18 Uhr mit Mittagspause. Kleinere Läden haben von frühmorgens bis spätabends geöffnet; Restaurants: täglich 8-2 Uhr; Post: Mo bis Fr 10-17 Uhr, Sa 10-13 Uhr, in größeren Städten länger (Mittagspause 13-14 Uhr).
Währung
Währungseinheit: Indische Rupie (iR) 1 Indische Rupie = 100 Paise.
Netzspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. In einigen Stadtteilen und Gegenden Indiens gibt es auch noch Gleichstrom. Außerhalb von Mumbai muss mit starken Spannungsschwankungen (180-280 Volt), insbesondere in der heißen Jahreszeit gerechnet werden. Es werden hauptsächlich englische Rundstecker benutzt, jedoch gibt es auch andere Steckdosen. Die Mitnahme von Adaptern ist auf jeden Fall notwendig.
Telefon
Die Vorwahl nach Indien ist 0091.
NOTRUFNUMMERN: Polizei 100, Rettungsdienst 102, Feuerwehr 101.
Geschichte/Politik
Die politische Geschichte Indiens liegt nach der Eroberung der Draviden im Jahre 3.000 v. Chr. für mehrere Jahrhunderte im Dunklen. Um etwa 1.200 v. Chr. wanderten Hirtenkrieger ein, welche die nordindische Ebene eroberten und das Kastensystem einführten. Um die Mitte des ersten Jahrhunderts v. Chr. wirkte Buddha im heutigen Bihar. Alexander der Große führte 326 v. Chr. eine Expedition nach Nordindien. In der Folgezeit bestanden dort mehrere Großreiche, darunter die Maurya-Dynastie und das Gupta Reich. Schon 732 n.Chr. wurde Sind von den Arabern unterworfen, aber erst um 1200 kam es dort zu einer islamischen Staatenbildung. Unter der Mogulherrschaft Akbars wurde fast ganz Indien zu einem Reich vereint. Das Mogulreich erreichte seine kulturelle Blüte und die indisch-sarazenische Architektur wurde ausgebildet, deren berühmtestes Beispiel das Taj Mahal ist. Erst durch das Eindringen afghanischer Eroberer sowie der Europäer (Portugiesen, Niederländer, Franzosen, Briten) im 18./19. Jahrhundert änderten sich die Machtverhältnisse. 1858 wurde Indien direkt der britischen Krone unterstellt. Unabhängigkeitsbestrebungen, die sich beispielsweise im Großen Indischen Aufstand von 1857/58 entluden, folgten Perioden brutaler Unterdrückung durch die Truppen der britischen Kolonialmacht. Aber auch Gewalt konnte nicht verhindern, dass 1885 in Puna der Indian National Congress gebildet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg (an dem indische Einheiten an der Seite Großbritanniens teilnahmen) führte Mahatma Gandhi eine Bewegung des Zivilen Ungehorsams an und rief zum Boykott britischer Waren auf. 1947 wurden Indien und Pakistan (seit 1940 geteilt) in die Selbstständigkeit entlassen. Streitigkeiten zwischen Indien und Pakistan, bei denen es hauptsächlich um die Provinz Kashmir ging, entluden sich von 1947 bis 1949 sowie 1965. In den 70er Jahren unterstützte Indien die staatliche Verselbstständigung Ostpakistans zu Bangladesch. Die nachfolgende Periode war gekennzeichnet durch immer wieder auflebende religiöse Konflikte wie etwa die Autonomiebestrebungen radikaler Sikhs im Punjab, die blutig niedergeschlagen wurden. Der Dauerkonflikt zwischen Hindus und Moslems entlud sich 1992/1993 in blutigen Unruhen. Auch in der Beziehung zu Pakistan treten immer wieder Streitigkeiten auf.
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