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  Allgmeine Informationen über Indonesien  
 

Einreisevorschriften

Visum gegen Gebühr an bestimmten Einreiseorten bei Ankunft für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen erhältlich. Notwendig sind: bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass (mit mind. einer freien Seite) und Rückreiseticket; zusätzlich für Geschäftsreisende (enge Auslegung: nur für Besprechungen; Visum bei Ankunft ist nicht möglich für Journalisten!) Einladung/Sponsorbrief des indonesischen Unternehmens und Schreiben des schweizerischen Unternehmens, dass dieses für alle Kosten des Aufenthalts aufkommt.

 

Lage

Die Republik Indonesien liegt in Asien und besteht aus insgesamt 17.000 Inseln, von denen etwa 6.000 bewohnt sind. Der größte Teil der Bevölkerung lebt auf 30 kleineren Archipelen und auf den Hauptinseln Sumatra, Sulawesi, Java, Bali, Kalimantan und Irian Jaya.
Der Inselstaat Indonesien liegt beiderseits des äquators, überwiegend südlich des äquators und erstreckt sich von Ost nach West über eine Länge von 5.100 km. Sumatra, Java, Kalimantan und Sulawesi gehören zu den Großen Sunda-Inseln, die Kleinen Sunda-Inseln reichen von Bali bis Timor, die Inseln zwischen Irian Jaya und Sulawesi werden als die Molukken bezeichnet. Landgrenzen Indonesiens sind mit Malaysia und mit Ost-Timor.
Fläche: 1.912.988 km².
Verwaltungsstruktur: 30 Provinzen, davon 2 Bezirke mit Sonderautonomie (Aceh und Papua), 1 Hauptstadtbezirk (Jakarta).

 

Zeitdifferenz

Westzone (Sumatra, Java, West- und Zentralkalimantan) Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +6 Stunden;
Zentralzone (Ost- und Südkalimantan, Sulawesi, Bali, Nusa Tenggara) MEZ +7 Stunden;
östliche Zone (Molukken, Irian-Jaya) MEZ +8 Stunden.
Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied jeweils eine Stunde weniger.

 

Klima

Indonesien hat tropisches Klima. Die Hitze wird jedoch durch die Seewinde etwas gemildert. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt in etwa 27°C. Je nach Region weisen die Durchschnittstemperaturen jedoch geringfügige Unterschiede auf. So liegen sie in den Küstengebieten bei etwa 24-35°C, im Inland bei 20-30°C, im Bergland bei 16-26°C. Die Luftfeuchtigkeit ist allgemein hoch. In den Bergen kühlt es nachts oft empfindlich ab. Die Regen- und Trockenzeiten werden durch den Ost- und West-Monsun bestimmt. In Jakarta ist das Klima fast das ganze Jahr hindurch heiß, und die Luftfeuchtigkeit ist hoch.
Für die Hauptinseln gelten folgende Angaben:
JAVA/MADURA: Auf den Inseln herrschen sehr unterschiedliche Regenverhältnisse. Von Juni bis Oktober (im Westen von Java meist Juli bis September) wird die regenarme Zeit zu einer echten Trockenzeit, die auf der Nordseite von Java ein bis drei Monate, südöstlich von Surabaya sechs Monate und auf Madura vier bis fünf Monate dauert. In der sommerlichen Regenzeit, die sich auf den Zeitraum von November bis März und länger erstreckt, regnet es meist an 14-20 Tagen im Monat.
SUMATRA: An der Westküste und im gebirgigen Hinterland erstreckt sich die Hauptregenzeit auf den Zeitraum von Oktober bis April, teilweise bis Juni oder August (ca. 12-21 Regentage pro Monat). Auf Sumatra gibt es keine ausgesprochene Trockenzeit. Im Nordwesten und inneren Teil der Nordhälfte gibt es aber eine Art Trockenzeit mit geringen Niederschlägen, die sich meist auf den Zeitraum von Juni bis August erstreckt. Die Hauptregenzeit (ca. 17 Regentage pro Monat) ist in Sumatra von Oktober bis Januar.
KLEINE SUNDA-INSELN (MIT BALI): In der Regenzeit von Dezember bis März regnet es an 11-18 Tagen im Monat (in den Berggebieten bis zu 24 Tage). In der Regel kommt es zu einer Art Trockenzeit in den Monaten von April bis Oktober..
KALIMANTAN: Der meiste Regen fällt von November bis Mai, der geringste Niederschlag von Juli bis September.
IRIAN-JAYA: Die Niederschläge verteilen sich mit wenigen Ausnahmen gleichmäßig über das ganze Jahr. Im Durchschnitt kommt es zu 8-20 Regentagen im Monat. Am wenigsten Regen fällt von Juni bis Oktober, im äußersten Nordwesten von November bis Februar

 

Bevölkerung

Bevölkerung: ca. 220,5 Millionen, von denen 65-70 Prozent auf Java leben.
Städte: INSEL JAVA - Jakarta (Hauptstadt) ca. 8,6 Millionen, Surabaya ca. 2,7 Millionen, Bandung ca. 2,2 Millionen, Semarang ca. 1,3 Millionen, Malang ca. 768.000, Jogjakarta ca. 650.000, Surakarta ca. 550.000;
INSEL SUMATRA - Medan ca. 2 Millionen, Palembang ca. 1,3 Millionen, Padang ca. 870.000;
INSEL SULAWESI - Makasar/Ujung Pandang ca. 1,1 Millionen.

 

Sprache

Die Landessprache ist Bahasa Indonesia. Außerdem werden zahlreiche Regionalsprachen gesprochen. Englisch ist Handels- und Geschäftssprache.

 

Religion

In Indonesien wird die Religionsfreiheit durch die Verfassung geregelt. Die vier anerkannten Religionen sind der christliche Glaube, der Buddhismus, der Hinduismus und der Islam, wobei der Islam mit 85 Prozent den bedeutendsten Anteil hat. Indonesien zählt damit als größtes moslemisches Land der Erde.

 

Feiertage

1. Januar (Neujahr), Chinesisches Neujahr (im Jahr 2009: 26. Januar) , Karfreitag, Himmelfahrt, 17. August (Unabhängigkeitstag), 25. Dezember (Weihnachten), 26. Dezember (St. Stephen's Day). Dazu kommen wechselnde buddhistische und hinduistische Feiertage.
Islamische Feiertage 2009 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!): 9. März (Mohammeds Geburtstag), 20. Juli (Mohammeds Himmelfahrt), 21. bis 23. September (Fastenbrechen am Ende des Ramadan, der im Jahr 2009 am 22. August beginnt), 27. November (Opferfest), 18. Dezember (Neujahr 1431 nach islamischer Zeitrechnung).
Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.
Es gibt keine einheitliche Hauptferienzeit in Indonesien.

 

öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8-14.30 Uhr, Sa 8-12 Uhr; Geschäfte: Mo bis Sa 8/9-19/20 Uhr; Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr.

 

Währung

Währungseinheit: Rupiah (Rp.)
1 Rupiah = 100 Sen.

 

Netzspannung

Die meisten Hotels haben 220/230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz; auf dem Land auch 110 Volt, 50 Hertz. Gebräuchlich sind europäische Rundstecker und britische dreipolige Flachstecker. Man sollte auf jeden Fall einen Adapter dabeihaben. In den Abendstunden muss fast immer mit starken Schwankungen der Stromspannung gerechnet werden.

 

Telefon

Die Landesvorwahl nach Indonesien ist 0062.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 118, Feuerwehr 113.

 

Geschichte/Politik

Bedingt durch die strategische Lage, die Indonesien zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean einnimmt, fanden die unterschiedlichsten kulturellen, religiösen, politischen und wirtschaftlichen Einflüsse Zugang. So haben europäische Kolonialisten, arabische und indische Händler sowie Angehörige der chinesischen Königreiche ihre Spuren in Indonesien hinterlassen.
Die Besiedelung Indonesiens begann etwa im dritten Jahrtausend v. Chr. mit der Dongson Kultur aus Vietnam und Südchina. Im ersten Jahrhundert landeten indische Handelsleute an den weitläufigen Küsten und machten die Stammesfürsten mit dem Hinduismus und dem Buddhismus vertraut. Aus der Vielfalt der Völkerschaften heraus entwickelten sich ausgesprochen mächtige Königreiche, eine nationale Einheit war aber bis dahin noch nicht gegeben. Erst im 16.Jahrhundert wurde die zersplitterte Inselwelt durch die europäische Hegemonialpolitik zusammengeführt. 1509 eroberte die portugiesisch-spanische Allianz die Inselkette. 1596 vertrieben dann die Niederländer die Portugiesen aus Indonesien. über 350 Jahre lang war Indonesien nun niederländische Kolonie und hatte unter der merkantilistischen Monopolwirtschaft der Kolonialherren gewaltig zu leiden. Unterbrochen von kurzen übernahmeversuchen der Briten dauerte die niederländische Herrschaft auf Indonesien bis zum Zweiten Weltkrieg, als die Japaner 1942 Indonesien in Besitz nahmen. Mit dem Verlust des Krieges verloren die Japaner auch Indonesien, wo sich inzwischen eine Freiheitspartei entwickelt hatte, deren Vorsitzender Sukarno am 17.August 1945 die Republik Indonesien ausrief. Nach einem misslungenen gewaltsamen Versuch der Niederländer, die ehemalige Kolonie zurückzugewinnen, erlangte Indonesien 1949 seine Souveränität. Nachdem Indonesien durch Misswirtschaft an den Rand des wirtschaftlichen Ruins gelandet war, übernahm 1965 das Militär die Regierungsgewalt in Indonesien.
Neben dem Problem der Verarmung grosser Teile der Bevölkerung muss sich die Regierung auch mit der Verschärfung ethnisch-religiöser Konflikte (z.B. auf den Molukken) auseinandersetzen.

 
   

 
 
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