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Einreisevorschriften
Visumfrei für 180 Tage mit Touristenkarte (Fluggesellschaft). Für die Touristenkarte notwendig: bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass sowie Rück- oder Weiterreisetickets.
Lage
Die Vereinigten Mexikanischen Staaten grenzen im Norden an die USA, im Osten an den Golf von Mexiko, im Süden an Guatemala, im Südosten an Belize und im Westen an den Stillen Ozean. Mexiko (amtlich: Estados Unidos Mexicanos, Vereinigte Mexikanische Staaten) ist eine präsidiale Republik mit bundesstaatlicher Verwaltung. Fläche: 1.958.201 km². Verwaltungsstruktur: 31 Bundesstaaten (estados; Aguascalientes, Baja California, Baja California Sur, Campeche, Chiapas, Chihuahua, Coahuila, Colima, Durango, Estado de México, Guanajuato, Guerrero, Hidalgo, Jalisco, Michoacán, Morelos, Nayarit, Nuevo León, Oaxaca, Puebla, Querétaro, Quintana Roo, San Luis Potosi, Sinaloa, Sonora, Tabasco, Tamaulipas, Tlaxcala, Veracruz, Yucatán, Zacatecas) und der Bundesdistrikt "Distrito Federal" mit der Hauptstadt Mexikos.
Zeitdifferenz
In Mexiko gibt es drei Zeitzonen: - östlicher Teil einschließlich Mexico City - Central Standard Time (MEZ -7); - Baja California del Sur und die Westküste bis Puerto Vallarta - Mountain Standard Time (MEZ -8); - Baja California del Norte - Pacific Standard Time (MEZ -9). In Mexiko gilt wie in Mitteleuropa die Sommerzeit (April bis Oktober), der Zeitunterschied bleibt daher erhalten.
Klima
Im südlichen Landesteil und in Yucatán ist das Klima unterhalb 800 m heiß, tropisch und feucht. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in dieser Gegend Mexikos bei über 25 °C. Ab 800 m Höhe bis etwa 200 m ist das Klima gemäßigt. Es werden im Durchschnitt Temperaturen zwischen 18 und 22 °C gemessen, wobei die Temperaturen auf einer Höhe von 1.500 m am angenehmsten sind. Die kalte Klimazone Mexikos beginnt bei einer Höhe von 2.000 m, auf der sich auch Mexiko-City befindet. In dieser Zone steigt das Thermometer üblicherweise auf Durchschnittstemperaturen von etwa 15 °C. Nur im Sommer ist es dort mittags sehr warm. Die höchsten Temperaturen werden üblicherweise in den Wochen von April bis Ende Juni gemessen. Trockenzeit: Oktober bis Mai. Regenzeit: Juni bis September. In dieser Zeit regnet es meistens heftig, jedoch nur selten für längere Zeit. Bei einem Aufenthalt im Gebiet Mexico City muss die meiste Zeit mit sehr schlechter Luft gerechnet werden. Reisende mit Atemproblemen sollten sich mit Medikamenten entsprechend darauf einstellen.
Bevölkerung
Bevölkerung: ca. 103,1 Millionen. Städte: Mexico City (2.230 m ü. M., Hauptstadt) ca. 8,7 Millionen, Guadalajara (1.710 m) ca. 1,6 Millionen, Puebla (2.310 m) ca. 1,48 Millionen, Tijuana ca. 1,4 Millionen, Ciudad Juárez (1.144 m) ca. 1,3 Millionen, León ca. 1,27 Millionen, Nezahualcóyotl ca. 1,14 Millionen, Monterrey (580 m) ca. 1,1 Millionen, Mexicali (Meereshöhe) ca. 856.000, Chihuahua (1.392 m) ca. 748.500, Mérida (Meereshöhe) ca. 734.000, San Luis Potosí (2.020 m) ca. 685.900, Aguascalientes ca. 663.700, Hermosillo ca. 642.000, Saltillo ca. 633.700, Acapulco de Juárez (Meereshöhe) ca. 616.000, Morelia ca. 608.000, Culiacán ca. 605.000, Querétaro ca. 596.500, Torréon ca. 549.000, Toluca de Lerdo ca. 468.000, Durango ca. 464.000, Veracruz (Meereshöhe) ca. 445.000, Mazatlán (Meereshöhe) ca. 352.500, Oaxaca (1.600 m) ca. 258.000.
Sprache
Amtssprache ist Spanisch; Englisch wird in den Touristenorten verstanden. Außerdem werden noch über 80 indianische Sprachen gesprochen, die wichtigsten sind Nàhuatl (Aztekisch), Maya-Dialekte, Mixteco und Zapoteco (etwa 10 Prozent der Bevölkerung sprechen nur indianische Sprachen).
Religion
Knapp 90 Prozent der Einwohner Mexikos sind Anhänger des Katholizismus, der mit präkolumbianischen Glaubensvorstellungen durchsetzt ist, 5 Prozent sind Protestanten. Daneben gibt es Minderheiten, wie etwa Juden und Bahai.
Feiertage
1. Januar (Neujahr), Gründonnerstag, Karfreitag, 1. Mai (Tag der Arbeit), 16. September (Unabhängigkeitstag), 17. November (Jahrestag der Revolution von 1910), 25. Dezember (Weihnachten). An folgenden Tagen können Institutionen und Geschäfte geschlossen sein oder geänderte öffnungszeiten haben: 2. Februar (Tag der Verfassung), 21. März (Geburtstag von Benito Juárez), 5. Mai (Schlacht von Puebla), 12. Oktober (Dia de la Raza, Kolumbus-Tag), 2. November (Allerseelen), 12. Dezember (Tag der Jungfrau von Guadelupe). Schulferien sind von Mitte Juli bis Ende August. Haupturlaubszeiten für Geschäftsleute sind die zweiwöchigen Osterferien sowie Mitte bis Ende Dezember. Sofern Feiertage auf einen Dienstag oder Donnerstag fallen, wird dies häufig für ein verlängertes Wochenende genutzt.
öffnungszeiten
Banken: Mo bis Fr 9-17 Uhr (kleine Filialen bis 13.30 Uhr), einige wenige Filialen sind auch samstags 9-14 Uhr geöffnet; Wechselstuben ("casa de cambio") in der Regel: Mo bis Fr 8.30-18 Uhr, Sa und So 8.30-14 Uhr. Geschäfte - Kaufhäuser und Supermärkte: Mo bis So 8/10-20/21 Uhr, immer mehr Supermärkte sind 24 Stunden geöffnet (kleinere Geschäfte sind meist zwischen 13 und 16 Uhr geschlossen). Behörden: Mo bis Fr 9-13 Uhr. Ministerien und andere staatliche Institutionen: Mo bis Fr 10-14 Uhr, 16/17-20/21 Uhr. Büros: Mo bis Fr 8-14 Uhr, 16-21 Uhr. Es gibt keine "offiziellen" öffnungszeiten. Post: Mo bis Fr 9-18 Uhr, Sa 9-12 Uhr.
Währung
Währungseinheit: Mexikanischer Peso (mex$) 1 Mexikanischer Peso = 100 Centavos.
Netzspannung
110/120 Volt Wechselstrom, 60 Hertz. Es sind Flachstecker wie in den USA üblich. Man sollte deshalb Zwischenstecker mitnehmen.
Telefon
Die Landesvorwahl nach Mexiko ist 0052.
NOTRUFNUMMERN: Polizei 066, Unfallrettung und Feuerwehr 080; landesweite Tourism-Hotline 56 58 11 11.
Geschichte/Politik
Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Besiedlung Mexikos schon um 20.000 v. Chr. begann. Vor dem Aztekenreich, das die Spanier unter ihrem Feldherren Cortés eroberten, gab es bereits viele hochentwickelte Kulturen. Die erste Hochkultur war die der Olmeken (1.500 bis 300 v. Chr.), die am Golf von Campeche entstand. In deren Epoche gab es die ersten pyramidenförmigen Tempelanlagen. Zu dieser Zeit entstanden im Hochland auch die ersten städtischen Siedlungen. Während der klassischen Kulturperiode (etwa 250 v. bis 900 n. Chr.) taten sich vor allem die Maya mit der Gründung ganzer Stadtstaaten in den Wäldern von Chiapas und auf Yucatán hervor. In der Zeit nach 900 lösten die Tolteken, Mixteken und zuletzt die Azteken, die sich bereits Mexica nannten, einander ab. 1517 erreichten spanische Seefahrer unter Hernández de Cordoba die Küste von Yucatán. Hernán Cortés, der 1519 im heutigen Veracruz an Land gegangen war, nahm bald darauf den Aztekenherrscher Moctezuma II. gefangen und tötete ihn. Kaiser Karl V. machte Cortés zum Gouverneur von "Neuspanien". Die indianische Bevölkerung wurde durch eingeschleppte Krankheiten, unmenschliche Arbeitsbedingungen und Misshandlungen drastisch reduziert. Spanische Missionsorden setzten gewaltsam die Christianisierung durch. 1821 wurde die Unabhängigkeit erklärt und ein Kaiser ausgerufen. Bereits 1823 wurde Mexiko Republik. Im Mexikanischen Krieg (1846 bis 1848) verlor Mexiko etwa die Hälfte seines Territoriums an die USA. Bis 1850 lösten sich annähernd 50 Regierungen ab. Porfiro Diaz, der nach 1867 die Macht ergriff, regierte 30 Jahre lang als Diktator, der zwar das Land modernisierte, aber das Volk in immer tiefere Armut stürzte. Nach dem Bürgerkrieg, der von 1910 bis 1917 dauerte, wurde die mexikanische Verfassung proklamiert, die - mit wenigen Veränderungen - bis heute gilt. Ihre Hauptziele sind Bodenreform, soziale Gerechtigkeit, Ausbau des Bildungswesens und die Einschränkung kirchlicher Macht. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Mexiko ab 1942 auf Seiten der Alliierten kämpfte, gab es einen weiteren Industrialisierungsschub. Die Abfolge ziviler Präsidenten seit 1946, die alle der Institutionalisierten Revolutionspartei (PRI) angehörten, zeugt politisch von einem gefestigten Staatswesen der präsidialen Bundesrepublik. Anfang der 80er begann jedoch eine wirtschaftliche Krise, durch Misswirtschaft und Korruption verursacht, die zu Umstrukturierungen in Politik und Wirtschaft sowie zu einem rigorosen Sparprogramm führten. Ausgelöst durch ethnische und soziale Konflikte kam es ab 1994 zum Aufstand der indianischen Landbevölkerung, der von der Zapatistischen Nationalen Befreiungsarmee (EZLN) geführt wurde. |
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